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+++ EU-Kappung bedroht Ostdeutschlands Landwirtschaft: Brüssel darf unsere Betriebe nicht opfern +++

  • Autorenbild: Volker Schnurrbusch
    Volker Schnurrbusch
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Die Vorschläge der EU-Kommission zur Kappung der Agrardirektzahlungen auf 100.000 Euro pro Betrieb drohen laut einer Studie der Agrarökonomen Prof. Alfons Balmann und Prof. Sebastian Lakner zu einem Strukturbruch in der ostdeutschen Landwirtschaft. Dazu erklärt das Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Arno Bausemer:

 

„Diese Studie ist ein Alarmsignal für den gesamten ländlichen Raum in Ostdeutschland. Wer Agrarzahlungen pauschal bei 100.000 Euro pro Betrieb kappt, trifft nicht anonyme Großinvestoren, sondern vor allem gewachsene Strukturen, Agrargenossenschaften, Familienbetriebe mit vielen Beschäftigten und leistungsfähige Unternehmen, die unsere Dörfer wirtschaftlich tragen. Gerade in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern sind größere Betriebe historisch gewachsen und für regionale Wertschöpfung, Beschäftigung und Versorgung unverzichtbar. Brüssel darf diese Betriebe nicht bestrafen, nur weil sie effizient arbeiten.

 

Die Pläne der Kommission passen zum EU-Bürokratie-Monster, das unsere Landwirte seit Jahren mit immer neuen Auflagen, Kontrollen und ideologischen Vorgaben benachteiligt. Kappung und Degression sind kein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit, sondern ein Angriff auf produktive Landwirtschaft. Ziel muss sein, die Gemeinsame Agrarpolitik langfristig insgesamt zurückzudrängen oder zu renationalisieren: weg von zentraler EU-Steuerung, hin zu nationaler Verantwortung und regionaler Vernunft. Unsere Bauern brauchen keine neuen Brüsseler Strafmechanismen, sondern weniger Auflagen, Planungssicherheit und echte Einkommenssicherung.“

 

Das stellvertretende Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klima und Lebensmittelsicherheit, Volker Schnurrbusch, ergänzt:

 

„Wer leistungsfähige Betriebe schwächt, gefährdet am Ende auch die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln. Landwirtschaft ist keine beliebige Branche, sondern Grundlage unserer Ernährung, unserer Kulturlandschaften und der Stabilität ländlicher Regionen. Wenn Betrieben durch Kappung und Bürokratie Investitionskraft entzogen wird, fehlen morgen die Mittel für moderne Technik, Tierwohl, regionale Verarbeitung und Umweltleistungen.

 

Verantwortung für Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und ländliche Räume gehört näher an die Mitgliedstaaten und Regionen. Deshalb muss die nationale Souveränität gestärkt werden: Deutschland muss selbst entscheiden können, wie es seine Betriebe erhält und seine Lebensmittelproduktion sichert.“


 
 
 

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