+++ Varta-Insolvenz zeigt: Brüssels Elektro-Anspruch trifft auf industrielle Wirklichkeit +++
- vor 6 Tagen
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Der Batteriehersteller Varta hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt; zu den Belastungen zählt nach Medienberichten auch der Verlust des Großkunden Apple, der die bislang von Varta bezogenen Batteriezellen künftig aus China beziehen will. Dazu erklärt das Mitglied des Europäischen Parlaments Volker Schnurrbusch:
„Während die Europäische Union immer neue Elektrifizierungsziele verkündet, gerät mit Varta ein traditionsreicher deutscher Batteriehersteller in die Insolvenz. Anspruch und Wirklichkeit könnten kaum weiter auseinanderliegen. Die Politik fordert den schnellen Umstieg auf elektrische Technologien, schafft aber nicht die wirtschaftlichen Voraussetzungen, unter denen europäische Unternehmen die dafür benötigten Produkte wettbewerbsfähig herstellen können. Elektrifizierung lässt sich politisch beschließen – eine leistungsfähige industrielle Basis lässt sich jedoch nicht verordnen.
Besonders alarmierend ist, dass Varta offenbar den Großkunden Apple verliert und dieser die entsprechenden Batteriezellen künftig aus China beziehen will. Es liegt nahe, dass dort günstigere Markt- und Produktionsbedingungen geboten werden können. Europäische Hersteller dagegen kämpfen mit hohen Energiepreisen, steigenden Kosten, regulatorischen Belastungen und einem harten internationalen Preisdruck. Der Fall zeigt beispielhaft, wohin eine Politik führt, die immer höhere Anforderungen formuliert, während Produktion, Investitionen und Arbeitsplätze in Länder mit wettbewerbsfähigeren Rahmenbedingungen abwandern. Wer Europas Elektrifizierung will, muss dafür sorgen, dass Batterien und andere Schlüsseltechnologien auch in Europa wirtschaftlich hergestellt werden können.“
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